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Fachbereich: Landwirtschaft

Feierliche Übergabe des EUROPASS-Mobility-Zertifikats

Am Montag, den 18. Juni  2018, um 20:00 Uhr veranstaltete die Berufsschule Kempten III für die Teilnehmer des 14-tägigen Auslandspraktikums in Craon (Frankreich) eine feierliche Europass-Mobility-Zertifikatübergabe.
Eingeladen waren alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, nebst Eltern und ihren Ausbildern. Gekommen war auch politische Prominenz. Ulrike Müller, MdEP; Markus Ferber, MdEP; Thomas Gering, MdL; Dr. Leopold Herz, MdL.

Der Schulleiter Hans Etzler, OStD, konnte weit über einhundert Besucher begrüßen, die zur Zertifikatsübergabe nach Betzigau gekommen sind. Nach einem kurzen Grußwort von Markus Ferber erläuterte Karl Liebherr (Projektleiter des Erasmusprogramms an der BS III) die Modalitäten eines Austausches mit einen europäischen Mitgliedsstaat (siehe Bericht des Allgäuer Bauernblattes vom 20.7.2018). Anschließend wurde in einer Podiumsdiskussionsrunde mit Politikern, Ausbildern, Elternvertreter und natürlich auch Teilnehmern über den Frankreichaufenthalt diskutiert. Diese Runde wurde moderiert von Josef Kraft, StD an der BS III Kempten. Einen besonderen Buchpreis konnte Ulrike Müller an Lea Wagner überreichen, sie hatte den ausführlichsten und schönsten Teilnehmerbericht geschrieben.  Alle Teilnehmer waren sehr stolz dabei gewesen zu sein und nahmen das Mobility-Zertifikat gerne entgegen. Eine gelungene Veranstaltung, die musikalisch umrahmt wurde vom Lehrersextet der BS III. Nach einer Stärkung am Buffet
und der gemeinsam gesungenen Europa-Hymne klang der Abend langsam aus.
Liebherr Karl

Fachbereich: Landwirtschaft

 

 

Fachbereich: Nahrung

 

Ein genussvoller Schultag in der Bio Schaukäserei Wiggensbach



 
Am Donnerstag, dem 19. Juli 2018, besuchten wir, die Bäcker und Konditoren der 10. Klasse, zusammen mit den Bäckern der Jahrgangsstufe 11 die „Bio Schaukäserei Wiggensbach“. Diese wurde vor etwa 15 Jahren gegründet. Sie entstand durch einen Zusammenschluss von acht Bio-Landwirten, welche den Anspruch hatten, ihre Milch nach eigenen Vorstellungen zu vertreiben. Gegenwärtig sind noch sechs von den acht Gründungsmitgliedern an der Käserei beteiligt.
Nachdem wir von einem Mitarbeiter empfangen wurden, erklärte er uns die Firmenphilosophie und führte uns in den Verkaufsraum der Käserei. Von hier aus hat man einen guten Einblick in die Produktionsstätte.
Im ersten Schritt der Käseherstellung überprüft der Käser die Tauglichkeit der angelieferten Milch. Hat er diese zugelassen, wird sie durch Zentrifugieren gereinigt. Durch das Entrahmen der Milch oder der Zugabe von Sahne wird sie auf den gewünschten Fettgehalt eingestellt. Dieser Vorgang bestimmt das Fett in der Trockenmasse (Fett i. Tr.). Anschließend wird das Lab hinzugegeben. In der Biokäserei Wiggensbach wird ausschließlich Naturlab verwendet, um Milchprodukte mit optimalem Geschmack zu produzieren. Danach wird die Milch-Lab-Masse, auch Dickette oder Gallerte genannt, 35 Minuten stehen gelassen. Während der Gerinnung wird das Gemisch durch Käseharfen zerkleinert. Umso kleiner der Käsebruch, desto mehr Molke wird ausgeschieden und umso härter wird der Käse am Ende. Die Molke wird abgesaugt und in zwei große Lagertanks geleitet. Sie wird später für Babynahrung oder als Füllmaterial für Tabletten verwendet. Durch das Erhitzen oder Brennen ziehen sich die Körner zusammen und dicken ein. Die Masse wird anschließend in Formen gefüllt und gepresst. Die Rohkäse werden in einer 15 bis 20%-igen Salzlösung gebadet. Dadurch bildet sich der Geschmack und die Rinde. Die Restmolke wird entzogen.
Der letzte Schritt ist die Käsereifung. Dabei wird Kohlenstoffdioxid frei, und so kommen die Löcher in den Käse. Durch ständiges Wenden, Bürsten und Wischen der Laibe, entstehen der unvergleichliche Geschmack und die Rinde. Pro Käse sind 125 bis 150 Handgriffe nötig. Jüngere Käse werden täglich, ältere dagegen nur noch einmal die Woche gepflegt. Die Käse werden je nach Sorte zwischen einem Tag und einem Jahr gelagert, dabei müssen sie immer feucht gehalten werden. Je älter die Laibe sind, desto kräftiger wird das Aroma und desto roter die Rinde. Die normale Lagerdauer liegt zwischen fünf und zwölf Wochen. Die älteste Käsesorte der Schaukäserei lagert 16 Monate.

Des Weiteren behandelt die Käserei einige Sorten mit einer essbaren Wachsschicht, genannt Coating, in die unter anderem z.B. Kräuter, Gewürze und Blüten eingearbeitet werden. Dadurch sind die Laibe schon fertig verpackt, und sie nehmen Geschmack an.
Die fertig gereiften Laibe werden in ganz Deutschland und Österreich vertrieben. Die Käserei kann zeitgleich bis zu 9200 Käse lagern, die Lagerkeller wurden aus Ziegeln gebaut, um ein gleichbleibendes Klima zu gewährleisten. Die Käserohlinge werden noch wie früher auf Holzbrettern gepflegt und gelagert. Die älteren Käse sind durch die hohen Lagerkosten, durch aufwendige Pflege und deutliche Gewichtsverluste hochpreisiger als die jungen.
Der integrierte Käseladen bietet 20 verschiedene Hartkäsesorten aus eigener Produktion an, zusätzlich einige Sorten aus der Region, sowie weitere feine Köstlichkeiten.