Ausstellung „Flowersforever“ Kunsthalle und Betriebsbesichtigung Blumenbinderei Bahlmann

Lehrfahrt der Klassen 11+12 Floristik nach München am 09.03.2023

Ausstellung „Flowersforever“ Kunsthalle,
Betriebsbesichtigung Blumenbinderei Bahlmann, Asamkirche

BERICHT DER KLASSE FLO11
11.15 Uhr:
Der 9. März 2023 war für die 19 angehenden Floristinnen und die begleitenden Lehrkräfte Hildegard Paumgartten und Andrea Demmel ein blumenreicher und interessanter Tag! Es wurde die Ausstellung „Flowers Forever – Blumen in Kunst und Kultur“ in der Münchner Kunsthalle besucht.
Per Audioguide hatte jede Schülerin die Möglichkeit, individuell die Ausstellungsräume zu erkunden. Die Blumen standen bei allen Exponaten im Mittelpunkt und wurden entsprechend ihrem Charakter und ihrer Geschichte unterschiedlich eingesetzt: Von Religion bis Wissenschaft, vom frühen Ägypten bis hin zu einer von KI erstellten Blumenwelt, von der Mode bis zum gigantischen dreidimensionalen Raumschmuck, den einige Schülerinnen in Form von einer Spende von getrockneten Blüten mitgestaltet haben, war alles dabei!
Die Vielfalt der Blumen und ihre Bedeutungen waren beeindruckend und nach 1,5 Stunden Rundgang durch die Ausstellung, war das Resümee durchwegs positiv!
Es lohnt sich der Kunsthalle noch bis zum 27.08.23 einen Besuch abzustatten!

BERICHT DER KLASSE FLO12
14Uhr:
Die Blumenbinderei Bahlmann ist eines der renommiertesten Blumenfachgeschäfte Münchens und das nicht ohne Grund. Nicht nur die Lage – unittelbar Münchner Rathaus – ist vorteilhaft, sondern auch das äußerliche Erscheinungsbild fällt sofort ins Auge. Das Ladengeschäft ist zwar nicht so groß, doch der erste Eindruck – frische Blumen und Pflanzen in ansprechenden Farben – ist einladend und man hat Lust hineinzuschauen.
Zurzeit sind dort zwischen 15 und 18 Mitarbeiter angestellt, davon 2 Azubis. Die Blumenbinderei Bahlmann gibt es schon seit 1905 und ist über 5 Generationen hinweg ein fester Bestandteil der Floristenwelt.
Eine wichtige Einnahmequelle sind Blumenabo´s. Das bietet exklusiven Geschäften und auch Privatpersonen die Möglichkeit, sich bequem Blumen nach Hause liefern zu lassen.
Geschäftsführer und gelernter Floristmeister Stephen Laible gab uns Nachwuchs-Floristen den Tipp auch in anderen Branchen Eindrücke zu sammeln und stets über den Tellerrand hinauszuschauen.
Nur so könne man sich weiterentwickeln und seinen eigenen Geschmack und Stil finden.

15Uhr:
Nach der Betriebsbesichtigung ging es weiter in die Asamkirche, welche die einzige bestehende Künstlerkirche Europas darstellt. Sie ist in der Barock-Zeit erbaut worden. Elementare Stilmittel, wie die aufstrebenden Formen (von der Erde in Richtung Himmel) und eine Vielzahl an Stuck und prunkvollen, goldenen Ornamenten, waren dort zu erkennen. Die Kirche wurde von 1733 – 1746 von den Brüdern Cosmas Damian Asam und Egid Quirin Asam errichtet. Sie waren regelrechte „Workaholics“ und haben ihr Leben diesem Kunstwerk gewidmet. Obwohl die Kirche eigentlich als Privatkirche geplant war, mussten sie das Bauwerk nach Protesten der Bevölkerung öffentlich zugänglich machen. An der Decke befindet sich das Sistiaterbild = Himmelbild. Dies wurde Johann Nepomuk, einem zu dieser Zeit bekannten Priester, gewidmet. Sich ständig verändernde Lichtverhältnisse, bedingt durch den Wechsel der Jahreszeiten, verleihen dem Inneren des Gebäudes seinen ganz eigenen Charme. Die Balustrade und die gewölbte Decke lassen die Asamkirche sehr hoch und groß aussehen, doch in Wirklichkeit ist diese nur ca. 22m hoch.
Die Kirche ließ uns in die Welt des Barocks eintauchen und war auf jeden Fall einen Besuch wert!